Seit der Hofübergabe gerät am Vorreitner Hof so einiges in Bewegung. Nicht nur, dass der Jungbauer Sixt mit alten Bräuchen bricht und eine Stalldirn einfach unterm Jahr einstellt, er versucht auch gegen den Willen der Altbäuerin auf seinem Hof den Fortschritt einzuführen. Er will als erster im ganzen Gäu "As Elädrische" auf seinem Hof haben.

Der Viehhändler Girgl steht ihm mit Rat und Tat zur Seite, weiß dieser doch, dass "as Licht im Werk hinten neikommt und dass dann vorn wieder rauskommt", aber "...bei der Nacht geht des natürlich net". Gut, dass der Stromer Licht in die Angelegenheit bringen kann, stoßen doch Kabel, Glühbirne und Schalter auf totales Unverständnis auf dem Vorreitner Hof. Dass die Einführung der Elektrizität und des Stroms nicht ohne einschneidende Änderungen geht, spüren die Knecht und Mägde sehr bald. Man muss jetzt nicht nur Tag und Nacht arbeiten, sondern der Fortschritt frisst auch Arbeitsplätze.

Auch der Scherfanger sieht seine Felle davonschwimmen, denn die Altbäuerin droht, dass sie seine Maulwürfe ab sofort elädrisch fangen will. Als dann auch noch das schöne lauschige Schäferstündchen zwischen Magd und Roßknecht am grellen Licht der neuen Glühbirne scheitert und im Streit endet, muss die Altbäuerin wieder zu ihrer alten Petroleumlampe greifen...



Ein lustiges Volksstück

in drei Akten von

Peter Landstorfer